Entscheidend war nicht das, was ich gelernt habe. Entscheidend war mein eigener Weg durch Schmerz, Rückzug und Erstarrung. Die Erfahrung, sich fremd im eigenen Körper zu fühlen. Und das Wissen darum, wie langsam und wie kostbar der Weg zurück sein kann.
Das prägt bis heute, wie ich arbeite. Ich weiß, wovon ich rede, wenn jemand mir gegenübersitzt und nicht in Worte fassen kann, was los ist. Ich dränge nicht, weil ich weiß, was Drängen an dieser Stelle anrichtet.
Geboren wurde ich 1979 in Blieskastel. Fragen nach Leben, Tod, Krankheit und Sinn waren früh präsent, und die Neugier darauf ist geblieben.
Ich habe zuerst Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte studiert, habe Theater gespielt und mich intensiv mit Matriarchatsforschung, mit Märchen und Mythen beschäftigt. Rückblickend sehe ich darin denselben roten Faden, der meine Arbeit heute trägt: In Geschichten, in Bildern, in Mythen geht es immer um den Menschen selbst, um seine inneren Bewegungen, seine Verletzlichkeit, seine Fähigkeit zur Wandlung.
Ich habe gelernt, Texte zu lesen, bevor ich gelernt habe, Menschen zu lesen. Das ist keine so große Umstellung, wie es klingt.
2010 habe ich meine Praxis eröffnet, zunächst mit Ayurveda und Körpertherapie.
2013 kam die Heilpraktiker-Erlaubnis dazu. In den Jahren danach kamen Gesprächs- und Gestalttherapie, craniosacrale Arbeit, Energiearbeit und systemische Aufstellungen hinzu.
In den letzten Jahren hat sich mein Schwerpunkt klar verschoben: Er liegt heute auf Bindungs- und Entwicklungstrauma und auf der Arbeit mit dem Nervensystem.
Besonders geprägt hat mich die Arbeit von Laurence Heller und die NARM-Methode. In den USA ist das Wissen darüber, wie fehlende Bindung und fehlende Einstimmung in der Kindheit sich auswirken, deutlich weiter verbreitet als bei uns. Mir ist es ein Anliegen, den Menschen, die in der klassischen Psychotherapie kein Gehör finden, einen anderen Zugang anzubieten.
Ich verbinde analytisches Verstehen mit körper- und nervensystemorientierter Prozessarbeit.
Ich bin schnell im Erkennen. Ich sehe Muster und Kompensationsstrategien oft, bevor der Mensch sie selbst benennen kann, und ich spreche sie aus. Was ich nicht tue, ist drängen. Es gibt keinen vorgefertigten Weg, und wir gehen so weit, wie es für Dich möglich ist.
Menschen kommen zu mir, weil sie Veränderung erleben. Nicht durch bestimmte Methoden, sondern durch die Beziehung, in der diese Arbeit stattfindet.
"Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht in dich eindringt."
— Rumi
Heilung beginnt nicht damit, etwas wegzumachen.
Sie beginnt mit Zuwendung, mit Kontakt, mit dem Erlauben neuer Erfahrungen und mit dem Vertrauen, dass in dir mehr angelegt ist, als im Moment sichtbar ist.
Ich freue mich auf ein lebendiges Miteinander!
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Katrin Corinna Weinz
Heilpraktikerin für traumasensible Körper- und Prozessarbeit
Raum für Bewusst Sein
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